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Susanne Granzer schrieb am 30.07.2012 - 13:39 Uhr

Liebe Barbara!

Die Zeit steht still und flitzt zugleich durch den Kalender. Deine Postkarte, die uns sehr gefreut hat, blinkt seit langer Zeit in immer kürzeren Anständen rot auf, damit sie endlich beantwortet wird ­ und wir Dir endlich herzlich für Deinen bunten Gruß vom Frischenkofel (2241 m) danken, der nicht durch den Äther, sondern durch den Postboten bei uns angekommen ist.

Du bist nun schon einige Zeit unterwegs. Deine Füße laufen mittlerweile von alleine, so stelle ich es mir zumindest vor, bez. kam mir meine Zeit im Kibbutz Ginegar in Israel vor langen Jahren in den Sinn. Da ging es um 5h morgens in die Obsthaine für 8 Stunden zum Pflücken, und anfangs lag ich danach wie ohnmächtig auf meinem Bett, um zu meiner Verwunderung nach einigen Wochen unternehmenslustig anschleißend mit dem Bus die Gegend zu erkunden... Ich hoffe, es ergeht Dir und Deinen Energien ähnlich und ich hoffe, Du hast auch den Verlust Deines Rucksackes längst überwunden und und und!

Im Juni war ich im Bann der Ereignisse rund um das Max Reinhardt Seminar, die bis in die Öffentlichkeit gedrungen sind. Davon später, falls es sich ergibt, einmal mehr.

Jetzt sind Arno und ich in der Stille gelandet, in der Landschaft unter den Sternen auf der grünen Wiese. Beschäftigt sind wir mit Schreiben von Texten und zur Zeit vor allem mit dem Schneiden des vielen Dokumentationsmaterials von ³Philosophy on Stage #3² im Haus Wittgenstein. Deine schöne Arbeit, die Du dort gezeigt hast, "Voices of the Unknown-the Breath of Scilence", hat uns dabei wieder! viel Freude gemacht, sowie das gesamte 4-tägige Philosophie-Festival, das wir auf diesem Weg noch einmal ausführlich vor Augen haben.

Ansonsten sind wir noch mit Fangen von Mäusen beschäftigt. Bereits 7 an der Zahl! Zugegeben, nicht auf einen Streich, aber immerhin 7. Einem Riesen oder Einhorn sind wir danach nicht begegnet, aber einem Siebenschläfer, der seit langem am dunkeln Dachboden sein Unwesen treibt. Wir konnten ihn mit Glück lebend fangen. Schwups, war er in einer Kiste, den Deckel zu und da saß er dann bebend und hat uns beäugt. Mit seinen schönen, großen, schwarzen Augen. Wir konnten ihn durch die Griffe der Kiste sehen. Ab hinunter ins Auto, etliche Kilometer gefahren und Adieu kleiner Freund. Wir haben ihn an einer schönen Waldstelle ausgesetzt. Beim König müssen wir das versprochene Reich allerdings nicht einfordern, das haben wir nämlich schon bekommen, denn die Zeit hier am Lichtengrund ist nicht bei Kronos, sondern bei Kairos zu Hause. Geheiratet wurde auch schon, es ist also rundum eine Hohe Zeit, die sein darf. Da stört es auch nicht, dass der Juli glaubt, er hieße April, denn so saust das Wetter auf und ab zwischen Hitze und Kälte, zwischen Regen und Sonne. Gerade schüttet es in Strömen, der Regen musiziert auf dem Dach des Ateliers und ich schaue beim Schreiben immer wieder auf den Apfelbaum, den ich gepflanzt habe, unseren Paradiesbaum, der in diesem Jahr zum ersten Mal von Äpfeln überquillt, dass es eine Freude ist. Sie werden mit jedem Tag röter und röter, man kann ihnen richtig zusehen.

Einen schicken wir Dir über den Äther. Er ist nicht vergiftet und vertreibt auch niemanden aus dem Paradies. Lass ich Dir schmecken auf Deine Wanderung und sei behütete auf Deinen Wegen!

Susanne & Arno


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Claudia schrieb am 12.07.2012 - 12:45 Uhr

Hi, liebe Barbara!
Bin von meinem Kurzurlaub aus dem Lesachtal wieder zurück. Doc hat mir bereits über das Handy mitgeteilt, dass du schon in BZ bist. Respekt! Hattest wohl ein gutes Training in deiner nicht eingeplanten SillianwocheSmilie )
Nun zu den versprochenen Italienischsätzen: HO FATTO TUTTO A PIEDI - DA VIENNA FIN QUASmilie = ich habe alles zu Fuß gemacht- von Wien bis hierher)
CAMMINO FINO A NIZZA (= ich wandere bis Nizza)
SONO PARTITA DUE; TRE... MESI FA(=ich bin vor zwei,drei...Monaten gestartet)

Für weitere Sätze bin ich jederzeit verfügbar. Schreibe, telefonieren .. genügt.

Bist du mit der neuen Ausrüstung zufrieden, oder muss ich bei Sunny reklamieren? Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute, alles Liebe, nette Bekanntschaften, keine Blasen, keine Unwetter, keine Diebstähle...........

Ich glaube, deine Entscheidung die Dolomiten zu wählen war gut. Tolles Panorama, ein Genuss für das Auge und somit Kraftspender für die Seele. Vero?

Ciao e buon proseguimento
Claudia, die dich in Gedanken begleitet


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Maria Schlager schrieb am 09.07.2012 - 20:10 Uhr

Liebe Barbara,
herzliche Grüße aus der Gaal.
Bedanke mich recht schön für deinen Kartengruß - zeigt den Wolayersee in den Karnischen Alpen.
Ich war zu Tränen gerührt wie ich deinen Reisebericht, welcher über unser Kennen lernen berichtet, durchlas.
Ich musste oft an dich denken und ich schloss dich auch in meine Gebete mit ein.
Über den Verlust deines Rucksackes musste ich nach denken - vielleicht hat ihn ein Wildtier verschleppt.
Jedenfalls wünsche ich dir noch viel Kraft und Durchhaltevermögen zur Erlangung deines Zielortes.
Dir alles Gute
von Maria Schlager


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Astrid Unger schrieb am 01.07.2012 - 16:56 Uhr

Liebe Barbara!
Das ist aber keine gute Nachricht in Deinem letzten Newsletter! Halte die Ohren steif, wer weiß wofür es gut ist!
Dazu eine Geschichte, die ich mal auf einem Seminar gehört habe, und die mir gleich in den Sinn gekommen ist:

Ein alter Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn auf einer kleinen Farm. Sie besaßen nur ein Pferd, mit dem sie die Felder bestellen konnten und kamen gerade so über die Runden.
Eines Tages lief das Pferd davon. Die Leute im Dorf kamen zu dem alten Mann und riefen: Oh, was für ein schreckliches Unglück! Der alte Mann erwiderte aber mit ruhiger Stimme: Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?
Eine Woche später kam das Pferd zurück und führte eine ganze Herde wunderschöner Wildpferde mit auf die Koppel. Wieder kamen die Leute aus dem Dorf: Was für ein unglaubliches Glück! Doch der alte Mann sagte wieder: Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?
In der nächsten Woche machte sich der Sohn daran, eines der wilden Pferde einzureiten. Er wurde aber abgeworfen und brach sich ein Bein. Nun musste der alte Mann die Feldarbeit allein bewältigen. Und die Leute aus dem Dorf sagten zu ihm: Was für ein schlimmes Unglück! Die Antwort des alten Mannes war wieder: Wer weiß..., wer weiß schon, wozu es gut ist?
In den nächsten Tagen brach ein Krieg mit dem Nachbarland aus. Die Soldaten der Armee kamen in das Dorf, um alle kriegsfähigen Männer einzuziehen. Alle jungen Männer des Dorfes mussten an die Front und viele von ihnen starben. Der Sohn des alten Mannes aber konnte mit seinem gebrochenen Bein zu Hause bleiben.
Wer weiß..., wer weiß, wozu es gut ist?

Alles Liebe, ich denke an Dich, Astrid


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Margit Schüler schrieb am 29.06.2012 - 15:58 Uhr

Hallo Barbara!
Mit Entsetzen habe ich die letzte Eintragung gelesen und sofort meine Freundin - arbeitet beim Alpenverein und ist auch viel unterwegs - angerufen. Das kann ja nicht sein, dass sich Menschen die im Gebirge unterwegs sind gegenseitig besetehlen. Ich hoffe für Sie, dass der Rucksack wieder auftaucht. Ansonsten Kontonummer bekanntgeben - alle Leser des Tagebuchs etc. werden wohl einen Beitrag leisten, dass das Projekt zuende geführt werden kann. Nicht den Mut verlieren: Nizza ruft!!! Alles Liebe - Margit Schüler


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Claudia schrieb am 24.06.2012 - 18:59 Uhr

Berg Heil Barbara!
Hoffentlich bist du gut in deinem heutigen Quartier angekommrn. Sicherlich hast auch du das Gewitter live miterlebt; der Himmel hat viele große Tropfen auf uns geschüttet, doch nach wenigen Minuten hat er sich von einer versöhnlichen Seite gezeigt und einen wunderschönen, farbintensiven Regenbogen über das ganze Tal gespannt. Melde dich, wenn du wieder in meiner Gegend bist und deine Schier bzw. Wanderschuhe zum Glühen bringst.
Alles Liebe und problemlose Etappen
Claudia(Sillian)


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Karin Schreiber schrieb am 15.06.2012 - 12:39 Uhr

Liebe Barbara, wir freuen uns mit Dir über die gute Bergluft, die Weite und die Begegnungen. Nein, keine ist zufällig oder ohne Bedeutung. Im Alltag geht das oft unter. Frage: liegt es daran, dass Du im Ausnahmezustand bist und darin besonders offen und damit empfänglich für das, was uns alle im Tiefsten verbindet, dass Du auf Menschen triffst, die sich vollkommen vertraut anfühlen und mit denen man spricht, als würde man einen Gesprächsfaden einfach nur aufnehmen? Oder kennt man sich aus einem anderen Leben? Egal, es ist - fast - immer eine wunderbare Erfahrung.
Sei fest gedrückt und gut behütet, setze Deinen Fuss sicher, Karin und Tony


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Margit Schüler schrieb am 14.06.2012 - 15:50 Uhr

Hallo Barbara!
Es ist schön zu lesen, dass Sie die Regentage so angenehm verbracht haben.Schade dass uns Ihr Besuch in Villach nicht nochmals zusammengebracht hat. Werde Ihre Berichte mit großem Interesse und ein wenig Neid über die fast uneingeschränkte Freiheit weiterverfolgen. Wünsche wunderschoenes Wetter und erfreuliche Begebnungen!! Der Melissentee


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Claudia Onitsch schrieb am 12.06.2012 - 18:53 Uhr

Liebe Barbara!
Obwohl ich das Regenwetter in dieser Intensität nicht übermäßig liebe, so hatte es heute doch sein Gutes - denn auf diese Weise durfte ich mit dir eine wunderbare und sehr interessante Zeit in Villach verbringen. Ich bin davon überzeugt, dass unser Treffen kein Zufall war - und das Gehen (und Arbeiten) ist das Eine und das Ruhen ist das Andere. In Beidem liegt der Genuss - und beides prägt unser Leben. Ich bin gerne in der Ruhe - und diese Ruhe gab uns heute die Zeit miteinander, für die ich dir nochmals danke.
Ich wünsche dir ab morgen ein besseres Wetter und erneute wunderbare Aussichten - spätestens ab Freitag. Eine herzliche Umarmung Claudia


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Karin Schreiber schrieb am 11.06.2012 - 20:14 Uhr

Liebe Barbara,
mit dem Lesen kommen wir kaum nach, aber wir sind dabei und nehmen gerne an Deinen Überlegungen und Aufs und Abs teil. Es sich gut gehen zu lassen ist eine der schwersten Übungen überhaupt.
Hier wieder ein Text für Dich:

Ich bin ein Sucher
Eines Weges.
Zu allem was mehr ist
Als
Stoffwechsel
Blutkreislauf
Nahrungsaufnahme
Zellenzerfall.

Ich bin ein Sucher
Eines Weges
Der breiter ist
Als ich.
Nicht zu schmal.
Kein Ein-Mann-Weg.
Aber auch keine
Staubige, tausendmal
Überlaufene Bahn.

Ich bin ein Sucher
Eines Weges.
Sucher eines Weges
Für mehr
Als mich.

Günter Kunert

Lieben Gruß
Karin und Tony


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